Union verhindert Verbesserungen für Journalisten und Filmschaffende beim Krankengeld
Zur abschliessenden Beratung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften in den Ausschüssen erklärten die Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien Monika Griefahn und die Sprecherin der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion Carola Reimann:
Bis zuletzt hat sich die Union einer besseren Absicherung vieler Berufsgruppen im Bereich Kultur und Medien verweigert. Die SPD hatte, wie auch der Bundesrat, eine Rückkehr zur alten Regelung vorgeschlagen, die eine Auszahlung von Krankengeld ab dem ersten Tag ermöglichte und bis zum 31. Dezember 2008 galt. Diesem Vorschlag hatten sich auch die Gewerkschaften und die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbaende (BDA) angeschlossen.(17.06.2009)Leider war die Unionsfraktion hierzu nicht bereit und wollte lediglich Scheinlösungen akzeptieren, ohne den Rechtsschutz der Betroffenen wirklich zu verbessern.Die SPD bedauert es sehr, keine Verbesserungen für diese Berufsgruppen realisieren zu können. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die Union Unterstützung für die Kultur- und Medienschaffende nur lauthals verkündet. Wenn es dann an die Umsetzung geht, fallen ihr nur fadenscheinige Argumente dagegen ein.
Die Arbeitsgruppen Kultur und Medien und Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion kündigten an, sofort nach der Bundestagswahl im Herbst 2009 erneut eine Initiative zur Verbesserung des Krankenversicherungsschutzes für Journalisten und Filmschaffende zu starten.Zur abschliessenden Beratung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung zur Aenderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften in den Ausschüssen erklärten die Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien Monika Griefahn und die Sprecherin der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion Carola Reimann:
"Bis zuletzt hat sich die Union einer besseren Absicherung vieler Berufsgruppen im Bereich Kultur und Medien verweigert. Die SPD hatte, wie auch der Bundesrat, eine Rückkehr zur alten Regelung vorgeschlagen, die eine Auszahlung von Krankengeld ab dem ersten Tag ermöglichte und bis zum 31. Dezember 2008 galt. Diesem Vorschlag hatten sich auch die Gewerkschaften und die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) angeschlossen.Leider war die Unionsfraktion hierzu nicht bereit und wollte lediglich Scheinlösungen akzeptieren, ohne den Rechtsschutz der Betroffenen wirklich zu verbessern.Die SPD bedauert es sehr, keine Verbesserungen für diese Berufsgruppen realisieren zu können. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die Union Unterstützung für die Kultur- und Medienschaffende nur lauthals verkündet. Wenn es dann an die Umsetzung geht, fallen ihr nur fadenscheinige Argumente dagegen ein."
Die Arbeitsgruppen Kultur und Medien und Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion kündigten an, sofort nach der Bundestagswahl im Herbst 2009 erneut eine Initiative zur Verbesserung des Krankenversicherungsschutzes fuer Journalisten und Filmschaffende zu starten (17.06.2009).
Kultur - Hamburg

- by photocase.de - cleeo
Kulturmetropole Hamburg - Kultur schafft Lebensqualität
Hamburg übt als attraktive Kulturmetropole seit vielen Jahren eine starke Anziehungskraft auf Kulturschaffende, Besucher und Bewohner aus. Hamburg hat eine hervorragende und lebendige Kulturszene. Das vielfältige Angebot von Musiktheatern, Orchestern, Schauspielbühnen, Museen, Bücherhallen und Stadtteil-Kulturzentren schafft für Bürgerinnen und Bürger Identität und Lebensqualität. Kreative und kluge Köpfe sollen in Hamburg gefördert werden.Wir wollen die Arbeit der Kulturschaffenden unterstützen und die Zukunftsfähigkeit der Kulturinstitutionen sichern. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen sich ohne soziale Schranken am kulturellen Leben der Stadt beteiligen können. Zu regelmäßigen Terminen wollen wir deshalb die Museen der Stadt zu freiem Eintritt oder sehr geringem Preis öffnen. Auch Theater und Musik sollen den Zutritt in sozialer Verantwortung gestalten.
Museen
Hamburgs hervorragender Ruf als Kulturmetropole ist auch in der vielfältigen und anspruchsvollen Museumslandschaft unserer Stadt begründet. Die zu einem großen Teil mit Steuermitteln finanzierten Museen brauchen eine wirtschaftlich solide Basis. Darum werden wir die Museen finanziell so ausstatten, dass ihr kultureller Reichtum für die Stadt und die nachfolgenden Generationen erhalten bleibt und die Nutzung dieses Reichtums so zukunftssicher wie derzeit möglich organisiert werden kann. Die offenkundigen Versuche der CDU, die Museumsleitungen zu entmachten und die Freundes- und Unterstützerkreise zu marginalisieren, lehnen wir ab.Wir wollen die eigenständigen Museumsstiftungen in ihrer jetzigen Form erhalten und profilieren. In Hamburg sind die einzelnen Häuser durch bürgerschaftliches Engagement entstanden. Die individuelle Geschichte jedes Museums muss erhalten bleiben.
Staatstheater und Privattheater fördern
Die Opern- und Theaterlandschaft in Hamburg ist vielseitig und lebendig. Die drei Hamburger Staatstheater und Kampnagel genießen bundesweit und international einen großartigen Ruf und gelten als attraktive Publikumsmagnete. Um den Theatern die für ihre erfolgreiche Arbeit nötige Planungssicherheit zu geben, werden wir den Zuwendungen einen stabilen, mehrjährigen Finanzplanungszeitraum zugrunde legen. Darüber hinaus gibt es hervorragende Privattheater. Damit das so bleibt, wollen wir die institutionelle Förderung der Privattheater und parallel dazu die Förderung einzelner Projekte und neuer Initiativen aus dem dafür eingerichteten Förderfonds erhöhen. Die Entscheidungen der Jury über die Vergabe der Mittel müssen frei, transparent und nachvollziehbar sein.
Elbphilharmonie und musische Erziehung fördern
Die Elbphilharmonie wird als attraktiver Spielort das Hamburger Musikleben bereichern. Ein fantasievolles Gebäude allein aber macht es nicht: Es kommt auf das Musikangebot und die Gewinnung neuer Zuhörer an. Die Realisierung der Elbphilharmonie muss einhergehen mit einem besonderen Programm für die musische Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen in den Kindertagesstätten, in den Schulen und in der Jugendmusikschule. Das Klingende Museum wird in der Elbphilharmonie einen attraktiven Standort erhalten. Zur Finanzierung dieses Projektes müssen auch zukünftig Spender und Sponsoren gefunden werden. Die denkmalgeschützte Laeiszhalle wird gleichwertiger Partner im Spielbetrieb sein.
Die Hamburg-Triennale 2009 – das Kulturfest der Bürgerinnen und Bürger Die Hamburg-Triennale soll sich als ein kulturelles Fest etablieren, das spartenübergreifend die großen Potenziale der Hamburger Kulturinstitutionen zum Funkeln bringt. Das werden wir durch öffentliche Mittel gewährleisten. Internationale Gäste runden das Programm ab. Ungewöhnliche Orte der Stadt werden zu Bühnen.
Bildende Kunst
Die Hamburger Kunsthalle, die Galerie der Gegenwart, das Museum für Kunst und Gewerbe und die Deichtorhallen mit dem Haus der Fotografie sind hervorragende Orte der Sammlung und Darstellung bildender Kunst.Wir werden ihre Unabhängigkeit schützen und ihr Wachstum fördern. Auch die Förderung und Wertschätzung von Künstlern durch die Unterstützung von Kunsthaus, Kunstverein, Ateliers für die Kunst und der Vielzahl unserer Galerien gehört zu unserem Programm.
Lesekultur in Bücherhallen und im Literaturhaus
Hamburg ist seit Jahrhunderten eine Stadt der Literatur und des Literaturhandels. Inzwischen ist hier die größte deutsche Bücherhalle mit Zentralbibliothek und Bücherhallennetz entstanden. Das Hamburger Literaturhaus war und ist beispielgebend. Die Förderung von Lesekultur und Literatur hat bei uns höchste Priorität.
Erinnerungskultur
Aus der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und dem Holocaust erwächst Deutschland eine besondere historische Verpflichtung, Hamburg hat sich dazu bekannt und eine besondere Kultur der Erinnerung gepflegt – zahlreiche Orte und Denkmäler, Ausstellungen und Publikationen, die zeitgeschichtliche Forschung in der Stadt zeigen dies. Wir wollen diese Erinnerungskultur stärken, damit sich Unrecht nicht wiederholt und die Fundamente der Demokratie stabil bleiben.
Das Hamburger Stadtbild – Denkmalpflege und Baukultur
Denkmalpflege ist ein wesentliches Instrument zur Sicherung des kulturellen Erbes der Stadt und zum Schutz des markanten Hamburger Stadtbildes. Die prägende Bausubstanz und ihr ausgewogenes Verhältnis zu Wasser-, Grün- und Freiflächen gilt es zu erhalten. Hamburg verfügt über eine große Anzahl von historisch bedeutsamen Parks und Grünanlagen und wirbt mit dem Begriff „Grüne Metropole“. Parks und Grünanlagen sind wesentliche Bestandteile unseres Kulturgutes und bedürfen einer nachhaltigen Pflege und Weiterentwicklung.
Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass der CDU-Senat das zurzeit gültige
Denkmalschutzgesetz ganz nach Belieben anwendet und damit den Erhalt wichtiger Baudenkmäler gefährdet. Um schutzwürdige Gebäude oder Ensembles in Zukunft sicher zu schützen, bedarf es einer klaren Linie. Wir werden das „ipsa-lege“-Prinzip einführen, mit dem denkmalwürdige Objekte durch Veröffentlichung einer nachrichtlichen Denkmalliste per Gesetzeskraft geschützt werden.
Planetarium
Das markante Gebäude Fritz Schumachers ist für viele Erwachsene und Kinder das Symbol für den Blick in die Sterne, der im Planetarium ermöglicht wird. Dieses Denkmal ist aber auch identitätsstiftend für den Stadtteil und den Stadtpark. Wir wollen uns für die Erhaltung und Förderung des Planetariums an diesem Ort einsetzen.
Angebot der Bücherhallen ausbauen
Bücherhallen sind Orte der Bildung, der Kultur und der Kommunikation im Stadtteil. Sie sind Zentren sozialer Integration und interkultureller Begegnung. Sie tragen mit ihrer Präsenz in den Quartieren maßgeblich zur Belebung des Standortes bei. Wir wollen das Netz der Bücherhallen zu einem flächendeckenden Angebot ausbauen, damit sich die kulturellen, die sozialen und die Bildungsfunktionen der Bücherhallen in allen Stadtteilen entfalten können.
Stadtteilkultur fördern, Geschichtswerkstätten stärken
Die Einrichtungen der Stadtteilkultur – von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten vor vielen Jahren ins Leben gerufen – bedürfen einer verlässlichen Unterstützung. Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive leisten im lokalen Bildungsbereich eine wichtige Arbeit. Sie bewahren das Gedächtnis der Stadtteile und ihrer Menschen. Ihre Arbeitsfähigkeit werden wir absichern und verbessern.
Kinder- und Jugendkultur stärken
Hamburg verfügt seit vielen Jahren über eine traditionell vielschichtige und lebendige Kinder- und Jugendkulturszene. Wir wollen die vorhandenen Angebote ausbauen und vernetzen, damit Hamburger Kinder eine gerechte Chance erhalten, auch in der Zukunft am kulturellen Leben der Stadt teilhaben zu können. Wir wollen die Mittel für Kinder- und Jugendkultur verstetigen. Die Aktivitäten von Schulen und Stadtteilkultureinrichtungen sollen besser vernetzt werden.
Kultur - Bergedorf

- by photocase.de - ellina
Kultur macht Bergedorf attraktiv
In Bergedorf gibt es vielfältige kulturelle Aktivitäten. Das seit Ende 2006 erscheinende Kulturblatt dokumentiert dies auf beeindruckende Weise. Diese Entwicklung muss weiter unterstützt und vorangetrieben werden. Kultur ist ein wesentlicher Teil von Lebensqualität. Außerdem ist eine lebendige und attraktive Kulturszene eine wesentliche Voraussetzung für das wirtschaftliche Wachstum unseres Bezirks.
Zur kulturellen Identität eines Stadtteiles gehört die Bewahrung des kulturellen architektonischen Erbes. Der von der CDU genehmigte Abriss des letzten Lohbrügger Bauernhauses ist ein bedauerlicher, unwiederbringlicher Verlust. Umso wichtiger ist der Erhalt der Gebäude der Bergedorfer Sternwarte. Die SPD hält die von deutschlandweit renommierten Denkmalschutzexperten vorgeschlagene Anmeldung der Bergedorfer Sternwarte als Weltkulturerbe für eine hervorragende Idee. Aber auch bis zur Aufnahme in die Weltkulturerbeliste müssen die notwendigen Mittel für die Sicherung und Restaurierung der Gebäude bereitgestellt werden.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Arbeit und die Zusammenarbeit der Bergedorfer Museen Rieckhaus und Museum für Bergedorf und die Vier- und Marschlande im Schloss besser gefördert werden. Beide Museen leisten einen wichtigen Beitrag für die Kultur in Bergedorf. Der geplante Zusammenschluss der Hamburger Museen muss in diesem Sinne für Bergedorf genutzt werden.
Das Stadtteilkulturzentrum LoLa leistet seit 15 Jahren hervorragende Arbeit, die wir weiter nach Kräften unterstützen werden. Obwohl bei der LoLa der Anteil der öffentlichen Zuschüsse an den Gesamtausgaben so niedrig ist wie bei kaum einen anderen Stadtteilkulturzentrum in Hamburg, wird im Bezirk Bergedorf nur die LoLa mit Stadtteilkulturmitteln gefördert. Wir wollen zusätzlich
erreichen, dass auch die Arbeit im Bürgerhaus in Neuallermöhe-Ost, im KulturA in Neuallermöhe-West und im neuen Familienhaus in Lohbrügge mit Stadtteilkulturmitteln finanziell abgesichert wird.
Leider kappt die Hauni-Stiftung zunehmend ihre Bergedorfer Wurzeln. Letzter Beleg dafür ist die Aufgabe ihres Theaterprogramms im Haus im Park. Deshalb muss der Lichtwark-Ausschuss als einziger verbleibender Anbieter von Theatervorstellungen im Haus im Park bei der Aufrechterhaltung und Ausweitung seines Programms unterstützt werden.