Stadtentwicklung - Hamburg

- by photocase.de - jens912
Stadtentwicklung in Hamburg: Infrastruktur für eine moderne Metropole
HafenCity
Die HafenCity ist das städtebaulich herausragende Zukunftsprojekt für Hamburgs Stadtentwicklung. Die HafenCity birgt unvergleichliche Chancen und braucht – als Generationenprojekt – die notwendige Zeit, sich zu entwickeln.
• Wir wollen mehr attraktive bezahlbare Wohnungen in der HafenCity.
• Wir wollen in der HafenCity Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen, im Dienstleistungssektor und im Handwerk ansiedeln.
• Wir werden Kulturinstitutionen in der HafenCity fördern.
• Wir werden den Anteil der Grün- und Freiflächen gegenüber der jetzigen Planung deutlich erhöhen und wir werden überprüfen, ob es Möglichkeiten gibt, den Wohnungsanteil auszuweiten.
Sprung über die Elbe
Ein weiteres Generationenprojekt, das wesentlich für die Entwicklung Hamburgs
in der Zukunft ist, ist der „Sprung über die Elbe“. Die Idee, den Süden Hamburgs, der durch Elbe und Hafen von der Reststadt getrennt ist, durch neue Stadtteile an die Stadt heranzuholen, ist richtig. Sie bietet die Chance, Stadtteile wie Wilhelmsburg städtebaulich aufzuwerten und auch zu verändern. Der Hafen darf in seiner Entwicklung, insbesondere in den östlichen Hafenteilen, nicht behindert werden. Der Sprung über die Elbe darf aber nicht in Wilhelmsburg enden. In Harburg ist durch die Entwicklung der Schlossinsel und des Areals am Binnenhafen eine zusätzliche Attraktion für Hamburg geschaffen worden. Es wird darauf ankommen, die Schlossinsel und den Binnenhafen mit der Harburger Innenstadt zu verbinden.
Einen neuen Stadtteil in Altona schaffen
In Altona entsteht das dritte große städtebauliche Projekt, das das Gesicht des Hamburger Westens im 21. Jahrhundert prägen wird. Die Bahn wird große Flächen um den Altonaer Bahnhof aufgeben. Mitten in der Stadt ergibt sich die Chance, einen neuen Stadtteil zu gestalten. Wir wollen die Grundstücksspekulation aus dem Gebiet heraushalten und unter Beteiligung der Bürger das Konzept für ein neues Altona mit einer Mischung aus Arbeitsstätten, Wohnen und Grün mit einer menschenfreundlichen Verkehrsgestaltung und integriertem Klimaschutzkonzept entwickeln.
Bezirkszentren nicht vernachlässigen
Neben der HafenCity und der Innenstadt werden wir die Bezirkszentren nicht vergessen. Die Große Bergstraße in Altona, die City in Bergedorf, der Wandsbeker Markt, die „Fuhle“ in Barmbek, der Langenhorner Markt oder die Osterstraße,um nur einige zu nennen, dürfen städtebaulich und in Bezug auf den Einzelhandel nicht abgehängt werden. Sie erfüllen wichtige Funktionen bei der Versorgung der Bevölkerung und auch als wohnortnahe Dienstleistungszentren.
Lebenswertes Hamburg
In jeder Großstadt gibt es reichere und ärmere Stadtteile – das ist zumeist dem Grundstücks- und Wohnungsmarkt geschuldet und oft historisch gewachsen. Die Bewohner so genannter armer Stadtteile haben ein Recht auf Lebensqualität. Es darf nicht sein, dass es Quartiere in Hamburg gibt, in denen Kinder schlechtere Bildungschancen und Jugendliche schlechtere Berufsaussichten haben und Erwachsene keine Jobs bekommen, weil sie dort herkommen, wo sie wohnen. Das Programm „Lebenswerte Stadt“ des CDU-Senats ist nur ein Strohfeuer. Obwohl mindestens 13 benachteiligte Stadtteile erkannt wurden, gibt es jetzt eine Förderung für nur 6 von 105 Hamburger Stadtteilen – St. Pauli, Veddel, Lurup, Jenfeld und andere sind nicht dabei.
Zudem werden fast ausschließlich bereits in den Bezirken angelaufene Projekte gefördert, die sich der CDU-Senat jetzt auf seine Fahne schreiben möchte. Die Projekte sind nicht nachhaltig, es wird wieder in Steine investiert. Dass innerhalb der Mauern eine längerfristige Arbeit für den Stadtteil geleistet werden kann, ist nicht gesichert.
Stadtteile und Wohnquartiere gezielt stärken
Wir Sozialdemokraten werden die Stärkung der Wohnviertel, die aufgrund der Einkommens- und Sozialstruktur ihrer Bewohner einen besonderen Entwicklungsbedarf haben, in die Verantwortung unserer Regierungspolitik stellen. Dabei hat die Bildungssituation Priorität. Stadtteile mit hohen Anteilen von Familien mit geringen Einkommen und/oder Migrationshintergrund müssen exzellent ausgestattete Kinderhorte, Kindertagesstätten, Bücherhallen und Schulen haben, um die soziale und kulturelle Integrationsaufgabe meistern zu können. Die Förderung der Kinder und ihrer Entwicklungschancen entscheidet letztendlich darüber, ob ein Stadtteil Risiko oder Chance für Familien ist, ob er als Notunterkunft oder als Heimat empfunden wird, ob er langfristig ein schlechtes oder ein gutes Image hat.
Die Schulen müssen Zentren der Kommunikation im Stadtteil werden. Sie werden Ort der Begegnung, der Bildung, der Kommunikation und des kulturellen Austauschs sein: für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Eltern und Erzieher – auch außerhalb der Unterrichtszeiten – für Elternarbeit, für sportliche und kulturelle Aktivitäten.
Es muss auch wieder Ansprechpartner der Verwaltung für die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil geben. Die Identifikation mit Wohngebieten und Stadtteilen wird durch regionale Kommunikationszentren erhöht. Wo noch nicht vorhanden, sind Bürgerhäuser in der Regie und Verantwortung von Bürgern des betreffenden Stadtteils zu fördern.
Ein breites und preisgünstiges Angebot an Wohnraum sichern
Hamburg hat wegen der vorausschauenden Wohnungsbaupolitik früherer SPDgeführter Senate ein breit gefächertes und qualitativ überwiegend gutes Angebot von Wohnungen. Der CDU-Senat hat den Wohnungsbau sträflich vernachlässigt. Deshalb steigen die Mieten in der Stadt überdurchschnittlich schnell. Hamburg braucht eine aktive Wohnungsbaupolitik, um die unterschiedlichen Wohnraumbedarfe – insbesondere von Beziehern kleiner Einkommen – zu decken und eine Preisexplosion zu verhindern. Wir Sozialdemokraten werden in Hamburg den öffentlich geförderten Wohnungsbau für Normalverdiener stärken. Insgesamt braucht Hamburg mindestens 5.500 neue Wohnungen pro Jahr. Um Wohnungen für alle Bevölkerungsschichten bereitzustellen, muss es einen Mix aus frei finanzierten und staatlich geförderten Sozialwohnungen geben. Insbesondere für Familien mit Kindern muss ein gutes Angebot geschaffen werden, damit diese nicht ins Umland ziehen müssen.
Wir werden gleichzeitig nicht zulassen, dass alte Arbeiterquartiere zukünftig als
so genannte Szene-Stadtteile für Normalverdiener unerschwinglich werden. Und
wir wollen, dass auch in von Investoren gemiedenen Stadtteilen durch Wohnungsbau Impulse für eine positive Stadtteilentwicklung möglich sind. Deshalb müssen insbesondere Wohnungsbaugenossenschaften und dem städtischen Wohnungsunternehmen Flächen zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt werden – das derzeitige Höchstpreisverfahren verhindert eine positive Stadtteilentwicklung. Deshalb braucht Hamburg ein städtisches Wohnungsunternehmen. SAGA/GWG ist auf der Grundlage der vorausschauenden Wohnungspolitik der SPD-geführten Senate heute ein leistungs- und wettbewerbsfähiges und hochwirtschaftliches Wohnungsunternehmen. Der CDU-Senat wollte dieses Unternehmen ebenso privatisieren wie LBK und HHLA. Vor dem Hintergrund zunehmender Proteste in deutschen Städten, in denen Bürgermeister Wohnungen oder Wohnungsunternehmen zum Verkauf stellten, hat der Senat auf einen Verkauf von SAGA/GWG verzichtet. Das Unternehmen zahlt dafür aber einen hohen Preis: Über 500 Mio. Euro muss die SAGA/GWG an den Hamburger Haushalt abführen. Wir Sozialdemokraten werden dieses wohnungs-, sozial- und stadtentwicklungspolitisch wichtige Steuerungsinstrument nicht verkaufen. Wir wollen, dass dieses aus sozial gebundenem Vermögen erwirtschaftete Geld wieder für Wohnungsbau und soziale Stadtteilentwicklung eingesetzt wird, und nicht – wie vom CDU-Senat beschlossen – für so genannte Leuchtturmprojekte ausgegeben wird.
Stadtentwicklung - Bergedorf

Bergedorfs Zentrum – lebendig und attraktiv
Die Bergedorfer City ist Herz und Mittelpunkt unseres Bezirks. Hier trifft man sich beim Einkaufen, Bummeln und in der Freizeit. Hier gibt es die vielfältigsten Angebote. Die City ist mehr als nur ein „Einkaufszentrum“. Sie gibt unserem Bezirk seine unverwechselbare Identität. Wir setzen uns deshalb für eine lebendige und attraktive Bergedorfer City ein.
Die entscheidenden Schritte für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes hat die SPD auf den Weg gebracht. Neue Einkaufsmöglichkeiten, ein besserer Busbahnhof und zusätzliche Angebote werden den früheren Hinterhof unserer City lebendig und attraktiv machen. So stärken wir Bergedorf im Wettbewerb mit dem Umland und schaffen neue Arbeitsplätze. Die SPD unterstützt deshalb den bereits begonnen Umbau. Durch das neue Fachmarktzentrum und die Erweiterung des Einkaufszentrums CCB mit neuen Geschäften und einer attraktiven Architektur auf dem frei werdenden Gelände des alten Busbahnhofs entstehen neue Einkaufsmöglichkeiten. Zusammen mit einer Bürgerinitiative haben wir gegen den ursprünglichen Willen der CDU die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die publikumsintensiven Dienststellen des Bezirksamtes wie Bürgerzentrum, Jugendamt, Grundsicherungs- und Sozialamt gut erreichbar am Bahnhof zusammengefasst werden. Wir setzen uns für die barrierefreie Gestaltung des neuen Busbahnhofs ein. Wir wollen einen zweiten Aufzug durchsetzen, um etwa Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Menschen den Zugang zum Bussteig zu garantieren, sollte der erste Aufzug ausfallen.
Wir werden die wirtschaftliche Entwicklung Lohbrügges fördern. Mit dem Bau des neuen Busbahnhofes muss auch der Tunnel unter der Eisenbahnbrücke hell und freundlich gestaltet werden. Zudem wollen wir die Bushaltestellen und die Fußwege im befahrenen Teil der Alten Holstenstraße verbessern. Die Anlieger der Alten Holstenstraße wollen wir dabei unterstützen, die Wettbewerbsposition für die Alte Holstenstraße durch einen Zusammenschluss aller Anlieger zu einem sog. Business Improvement District (BID) nach dem Vorbild der Anlieger des Sachsentors zu verbessern.
Die Bergedorfer City braucht zwei starke Pole – den Bahnhof und den Mohnhof. Mit der Aufwertung des Bahnhofes muss daher die Aufwertung des Mohnhofes einhergehen. Die Grundstücke der ehemaligen Kaufhäuser Penndorf und Glunz sind im Privatbesitz. Deshalb sind die privaten Eigentümer am Zuge. Sie müssen die Investitionsentscheidungen treffen. Wir sind bereit, sie durch zügige Genehmigungsverfahren zu unterstützen.
Wir unterstützen die Bemühungen zur Fortführung des BID Sachsentors über 2008 hinaus.
Die Wochenmärkte haben eine wichtige Funktion im Bezirk Bergedorf. Sie müssen unbedingt erhalten werden. Wir wollen die von der SPD-Fraktion und dem Bezirksamt in dieser Legislaturperiode begonnenen Initiativen zur Stärkung und Weiterentwicklung der Wochenmärkte fortführen.
Bergedorfs City ist auch nach Feierabend lebendig. Dafür sorgen nicht nur Kneipen, Restaurants und Kulturangebote, sondern auch intakte Wohnquartiere. Die Eröffnung der Wohnanlage „Greves Garten“ am Mohnhof trägt zu dieser gelungenen Mischung bei. Wir begrüßen auch den Plan, auf dem Gelände des stillgelegten Güterbahnhofs 350 Wohnungen für Singles, Paare und Familien zu bauen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, am Schleusengraben neben Gewerbe auch Wohnungen zu bauen.
Wir wollen den Bergedorfer Hafen wieder beleben. Der Serrahn, der alte Bergedorfer Stadthafen, soll wie das Schloss und die Kirche St. Petri und Pauli zu einer Attraktion werden. Die Sportbootstege, das Hafenfest und der zunehmende Besuch der Bergedorfer Schifffahrtslinie und der Alstertouristik sind ein gelungener Anfang. Wenn das hässliche CCB-Parkhaus im Rahmen des Bahnhofsplatzumbaus abgerissen wird, eröffnen sich weitere Chancen, um den Hafen attraktiver zu machen.
Der Curslacker Neuer Deich ist selbst nach Hamburger Maßstäben ein Unfallbrennpunkt. Er muss dringend umgestaltet werden, um den Durchgangs- und Kundenverkehr bewältigen zu können. Wir fordern die Umsetzung der von der Planungswerkstatt Curslacker Neuer Deich erarbeiteten Lösungen und werden uns für die Bereitstellung der dafür nötigen Mittel durch die Baubehörde einsetzen.
Lebensqualität und gute Nachbarschaft
Ob unsere Stadt wächst entscheidet sich nicht an einigen Prestigeprojekten in der Hamburger City. Hamburg wächst, wenn es uns tagtäglich neu gelingt in den Wohnquartieren Lebensqualität und gute Nachbarschaft zu schaffen. Damit sich jung und alt, Familien mit Kindern und auch Menschen mit schmalem Geldbeutel in ihren Stadtvierteln zu Hause fühlen, muss man etwas tun.
Damit Wohnraum bezahlbar bleibt, darf das Wohnungsangebot nicht verknappt werden. Deshalb wollen wir den vom CDU-Senat vernachlässigten Wohnungsbau wieder ankurbeln und die dafür nötigen Flächen zur Verfügung stellen. Dabei muss die Nutzung von innerstädtischen Flächen unbedingten Vorrang vor der Erschließung neuer Flächen auf der grünen Wiese haben.
Kleingärten sind für uns keine Reserveflächen, sondern die grünen Lungen der Großstadt, die wir erhalten wollen.
Wir wollen die Gesundheitsversorgung in Bergedorf weiter verbessern. Wir unterstützen das Bergedorfer Krankenhaus (BAKB) in seinen Bemühungen, die Notfallaufnahme zu vergrößern. Wir werden unsere Bemühungen um eine bessere kinderärztliche Notfallversorgung und um Kinder- und Jugendpsychotherapeuten in Bergedorf fortsetzen. Wir würden darüber hinaus die Einrichtung eines Hospizes in Bergedorf begrüßen und unterstützen die Zusammenarbeit mit dem Hospiz Reinbek.