Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

Kolumne von Dr. Christel Oldenburg

Auf den folgenden Seiten finden Sie meine wöchentliche Kolumne zu wechselnden Themen.

14.05.2018

Der HSV steigt ab, aber »Liebe kennt keine Liga«

Nun ist es also doch geschehen:

Nach einer weiteren mehr als schlechten Bundesliga-Saison hat es der HSV nicht über den 17. Tabellenplatz hinaus geschafft, ist damit direkt in die 2. Bundesliga abgestiegen.

Dieser für den HSV erstmalige Abstieg mag eingefleischte Fans besonders aus zweierlei Gründen wurmen:

Zum einen war der Hamburger Sportverein das einzige Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga, das seit dem Ligastart am 8. Juli 1962 durchgehend über 55 Spielzeiten der obersten bundesdeutschen Spieklasse angehörte – bis eben zu jenem vergangenen Samstag, als trotz des 2:1-Sieges gegen Borussia Mönchengladbach der Abstieg besiegelt war, weil Köln gegen den zweiten Abstiegsaspiranten Wolfsburg verlor. Die Wolfsburger hingegen hatten sich damit in die Relegation gerettet.

Der zweite Grund, warum der Abstieg des HSV schmerzen mag, ist die seit einigen Wochen messbar ansteigende Formkuve der Mannschaft – genauer gesagt: der positive Stimmungswechsel und die wachsende Spielfreude seit dem Antritt von Christian Titz als Trainer.

Lewis Holtby brachte es in einem Interview vielleicht etwas übertrieben, aber im Kern treffend auf den Punkt: »Zum ersten Mal seit vier Jahren spielen wir...[mehr]

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30.04.2018

Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit – heraus zum Roten 1. Mai!

Dieses Jahr fällt der 1. Mai auf einen Dienstag, den meisten Arbeitnehmern beschert der internationale Tag der Arbeiterbewegung mit einem Brückentag somit auch ein willkommenes langes Wochenende.

Traditionell ruft in Hamburg aber auch der DGB zur Demonstration am 1. Mai auf, das plakatierte Motto der diesjährigen Maikundgebung lautet: »Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit«.

Im entsprechenden Mai-Aufruf verweisen die Gewerkschaften auf den Sinn und Zweck dieses Mottos; so habe die Große Koalition sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einiges vorgenommen. Aber das reiche nicht.

»Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Bundesregierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte«, betont der DGB seine Forderungen.

Die Gewerkschaften demonstrieren am 1. Mai gegen Niedriglöhne, Mini-und Midijobs, gegen  Überstunden und Überlastung im öffentlichen Dienst und für mehr Personal, für mehr Mitbestimmung der Beschäftigten bei ihrer Arbeitszeitplanung, für höhere Investitionen in...[mehr]

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23.04.2018

Andreas Nahles ist die neue Parteivorsitzende – und will die SPD erneuern

Jetzt ist es also amtlich: Am gestrigen Sonntag wählten die Delegierten auf dem außerordentlichen SPD-Bundesparteitag in Wiesbaden Andrea Nahles mit 66,3 Prozent der Stimmen zur ersten weiblichen Parteivorsitzenden.

Das Wahlergebnis ist nicht berauschend, Andrea Nahles selbst räumte ein, dass sich darin auch die Unzufriedenheit mancher Genossinnen und Genossen mit dem bisherigen Kurs der Parteiführung widerspiegele.

Gleichwohl sollte man nicht vergessen, dass als Gegenkandidatin auch die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange zur Wahl der Parteivorsitzenden antrat – sie holte rund 27,5 Prozent der Stimmen. Insofern ist das Wahlergebnis für Andreas Nahles eine eher realistische Darstellung der innerparteilichen Konflikte und Debatten und von daher zu verkraften – Mehrheit bleibt Mehrheit.

Was aber kann die Partei, können die Wähler für die Zukunft von der neuen Parteivorsitzenden erwarten? Auf dem Parteitag hielt Andrea Nahles eine bekannt leidenschaftliche und kämpferische Rede, skizzierte gegenüber den Delegierten ihre wesentlichen Ziele:

 – Die Erneuerung der Partei steht ganz oben auf dem Aufgabenzettel – die SPD muss sich sowohl organisatorisch als auch inhaltlich...[mehr]

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16.04.2018

878 Veranstaltungen in 59 Museen: Die 18. Lange Nacht der Museen am Samstag, 21. April 2018

Die Lange Nacht der Museen in Hamburg zieht jährlich rund 30.000 Menschen an – dieses Jahr findet sie am Sonnabend, 21. April von 18 bis 2 Uhr statt. Die Tickets gelten für die Busshuttles von 18 bis 2 Uhr sowie erstmalig auch die ganze Nacht für den gesamten HVV und alle HADAG-Fähren. Tickets sind für 17,– Euro / ermäßigt 12,– Euro erhältlich.

Bei der 18. Langen Nacht der Museen in Hamburg öffnen am Samstag, den 21. April 2018, 59 Museen ihre Türen für die Besucher. Von 18 bis 2 Uhr wählen neugierige Nachtschwärmer aus rund 870 Veranstaltungen ihre Route durch die Nacht:

Mitmachaktionen, Kuratoren-Führungen, Vorträge, Konzerte, Filme und Theaterdarbietungen stehen unter dem häuserübergreifenden Motto »Forsch Dich durch die Nacht«.

Das Programm ist ab sofort online: www.langenachtdermuseen-hamburg.de.

Was Forschung im Museumsalltag – auch hinter den Kulissen – heißt, wird inspirierend erfahrbar. Die Besucher werden selbst zu Forschern:

Naturkundlern schlägt das Herz im Zoologischen und Geologisch-Paläontologischen Museum höher. Hier können sie das Aussterben der Dinos nachvollziehen und virtuell per App oder...[mehr]

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09.04.2018

Personalveränderungen in der Hamburger SPD

Nachdem der bisherige Erste Bürgermeister Olaf Scholz als Bundesfinanzminister ins Kabinett Merkel IV wechselte, ergaben sich zwangsläufig einige Personalveränderungen in der SPD Hamburg – die wesentlichen Entwicklungen der letzten Wochen seien hier zusammengefasst dargestellt:

 

– Peter Tschentscher ist neuer Erster Bürgermeister

Der bisherige Finanzsenator trat als einziger SPD-Kandidat für das Amt des Ersten Bürgermeisters an – am 28. März 2018 wählten ihn die Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft mit 71 von 121 Stimmen zum obersten Repräsentanten der Hansestadt.

Peter Tschentscher genießt einen Ruf als solider, zuverlässiger und kommunikationsfähiger Mensch.

 

– Andreas Dressel ist neuer Finanzsenator

Mit der Wahl Peter Tschentschers zum Ersten Bürgermeister wurde dessen bisheriges Amt des Finanzsenators vakant; der bisherige SPD-Fraktionsvorsitzende verzichtete aus familiären auf die Kandidatur als Erster Bürgermeister, erklärte sich aber bereit, das Finanzressort zu führen.

Ebenfalls am 28. März berief ihn Peter Tschentscher zum neuen Finanzsenator, die Bürgerschaft bestätigte ihn in diesem Amt.

Der 43-jährige Jurist ist seit...[mehr]

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