Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

Kolumne von Dr. Christel Oldenburg

Auf den folgenden Seiten finden Sie meine wöchentliche Kolumne zu wechselnden Themen.

19.10.2020

Corona, nächste Runde: Hamburg überschreitet die Inzidenz-Grenze, nun gelten verschärfte Regelungen

Es war schon zu ahnen, dass (nicht nur) in Deutschland die Anzahl der am Corona-Virus Infizierten im Herbst wieder ansteigen würde; dennoch scheint die Entwicklung der Inzidenz-Zahlen in den letzten zehn, vierzehn Tagen manche Zeitgenossen überrascht zu haben.

Auch Hamburg hat mit 961 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen den Schwellenwert von 950 Neuinfektionen überschritten, jetzt geht es um die Frage, mit welchen Maßnahmen die Behörden gegensteuern wollen.   

Beträgt die Anzahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 pro 100.000 Einwohner, muss der Senat über Beschränkungen beraten. Zur Zeit liegt dieser Wert bei 50,6 Neuinfektionen (19.10.2020). Für Hamburg beträgt die Grenze der Neuinfektionen 950 Fälle in sieben Tagen. Bei der Inzidenz wird die Anzahl der neu auftretenden Neuinfektionen während der vergangenen sieben Tage ausgewiesen.

Über das Ausmaß, die räumliche Reichweite und die Strenge der Beschränkungen im öffentlichen (und auch privaten Leben) hat in den letzten Wochen die Runde der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin intensiv diskutiert und nicht immer detaillierte Einigkeit erzielt; die neuen Regelungen für die Hansestadt Hamburg hat...[mehr]

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28.09.2020

Heizpilze in der Außengastronomie – die Wahl zwischen Scylla und Charybdis

Die seit einem guten halben Jahr andauernde Corona-Pandemie hat mit ihren Kontaktbeschränkungen vor allem die Gastronomie schwer beeinträchtigt, auch in Hamburg. In den warmen Sommermonaten konnten viele Gastwirte die Umsatzeinbußen zumindest etwas mildern, wenn sie über Außenplätze verfügten, etwa auf Terrassen oder in Biergärten.

Mit dem Beginn der kühleren Jahreszeiten gestaltet sich für die Gäste der Aufenthalt im Freien als nicht mehr ganz so komfortabel, vor allem abends kann es im Freien doch schon empfindlich kalt werden. Eine umstrittene Möglichkeit, auch im gastronomischen Außenbereich für erträgliche Temperaturen zu sorgen, ist der Einsatz von sogenannten Heizpilzen.

Diese gasbetriebenen Wärmequellen gibt es in diversen Leistungsstufen, sie waren besonders vor zehn, fünfzehn Jahren recht populär. Im Zuge der Klimadiskussion jedoch kamen die Heizpilze in Verruf, sie verbrauchen relativ hohe Mengen an Propangas bei einem eingeschränkten Wirkungsgrad, zudem erzeugen sie bei der Gasverbrennung erhebliche Mengen Kohlendioxid.

Nun ist auch in Hamburg die Diskussion darüber aufgeflammt, ob den Gastwirten in der Hansestadt die Benutzung von Heizpilzen in der kalten Jahreszeit ausnahmsweise gestattet...[mehr]

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21.09.2020

Tipp: »Mit Wenn und Aber« – der neue Podcast von Senator Dr. Carsten Brosda

Hamburgs Kultur- und Mediensenator Carsten Brosda plädiert nicht nur für Dialogbereitschaft im gesellschaftlichen Diskurs, er nutzt auch verschiedene Kommunikationstechniken, um diesem Anspruch bestmöglich gerecht zu werden:

In dem Podcast »Mit Wenn und Aber« spricht er mit unterschiedlichen Personen über Kultur und Politik. Jetzt ist die erste Folge unter www.hamburg.de/bkm/podcast-senator-brosda erschienen.

Zu Gast ist die Schriftstellerin Simone Buchholz. Der Podcast wird auch auf den gängigen Podcast-Plattformen verfügbar sein. Die Dauer der einzelnen Podcast-Folgen sowie der Erscheinungsrhythmus werden variieren.

»Mit Wenn und Aber«, so teilt die Pressestelle des Kultursenators mit, will als Podcast explizit den Dialog zu Kultur und Politik auch zwischen unterschiedlichen Positionen fördern,  »das bedeutet diskutieren und argumentieren mit Sinn und Verstand. Das bedeutet auch, man kann einer Meinung sein, muss es aber nicht. Ein Muss ist die offene Begegnung und die Einsicht, dass der oder die andere auch Recht haben könnte.«

Jede Folge startet mit einem Musikstück, das der Gast frei auswählen darf. Der...[mehr]

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21.09.2020

Yannick-Maria Reimers - Das Geheimnis hinter dem Regenbogen

Yannick-Maria Reimers

Das Geheimnis hinter dem Regenbogen

Ab 6 Jahren

32 Seiten | gebunden | Euro 20.-

ISBN 978-3-86569-325-9

Das Bilderbuch, Begleitbuch und Hörbuch von Yannick-Maria Reimers beschäftigt sich mit menschlicher Identitätssuche und ihrer Vielfalt. Identitätsbildungen werden oft von außen gesteuert, entsprechen klassischen Rollenbildern und entstehen häufig nicht aus dem eigenen Ich. Hier setzt der Autor an und versucht, dem Leser Mut zu machen, vielleicht verborgenene Identitäten zu erkennen und auszuprobieren.  Der Autor Yannick-Maria Reimers unterrichtet Mut- und Identitätsthemen an Schulen, Universitäten und macht Schauspielübungen mit vielfältigen Identitätswechseln.

Das mit Erklärtexten kommentierte Bilderbuch erzählt eine Phantasiegeschichte der Selbstwerdung von Maxie im Land hinter dem Regenbogen, die unbedingt mit Love zusammen sein möchte. Hinter dem Regenbogen gibt es viele Möglichkeiten, sich selbst zu gestalten. Love ist auch ein fiktives Wesen, das im Land hinter dem Regenbogen lebt. „Hinter dem Regenbogen leben ganz besondere Wesen: sie haben nicht nur verschiedene Farben und Formen, sondern sie denken und fühlen auch ganz...[mehr]

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14.09.2020

Moria und das Elend mit der europäischen Flüchtlingspolitik

Foto: Cathsign (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Moria_Camp.jpg), „Moria Camp“, creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode  

In der Nacht zum Mittwoch vergangener Woche brannte das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos komplett ab – seitdem stehen  rund 12.500 Menschen (unter ihnen ca. 4.000 Kinder und Jugendliche), die bisher unter elenden Bedingungen in dem Lager ausharren mussten, buchstäblich vor dem Nichts.

Angesichts der dramatischen und drängenden Situation ist schnelle Hilfe vonnöten; viele Kommunen und verschiedene Bundesländer in Deutschland haben bereits ihre Hilfe angeboten, teilten ihre Aufnahmebereitschaft für Asylsuchende aus Moria mit.

Gegen diesen eigentlich selbstverständlichen humanitären Akt sperrt sich bislang jedoch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), er sprach am letzten Freitag davon, in einem ersten Schritt lediglich 100 bis 150 minderjährige Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen.

Dahinter steckt natürlich politisches Kalkül: Seehofer will einem gesamteuropäischen Konzept bei dem Umgang mit Flüchtlingen nicht...[mehr]

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