Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

Kolumne von Dr. Christel Oldenburg

Auf den folgenden Seiten finden Sie meine wöchentliche Kolumne zu wechselnden Themen.

28.05.2018

Strohhalme, Einweggeschirr, Ballonhalter – EU-Kommission will Plastikmüll eindämmen

Gerade jetzt an den warmen bis heißen Tagen nutzen viele Hamburger das schöne Wetter, um sich im Freien zu treffen, etwa in öffentlichen Parks mit Freunden zu grillen oder einfach ein Schwätzchen zu halten.

Der Wunsch nach Geselligkeit an der frischen Luft ist nachvollziehbar, die Kehrseite vieler begleitender Verhaltensweisen lässt sich jedoch auch nicht mehr ignorieren:

Wir produzieren Unmengen von Plastikmüll.

Das fängt an beim Einweg-Geschirr für die Grillparty und endet noch lange nicht bei den Strohhalmen – geschätzt 36, 4 Milliarden Strohhalme verbrauchen die EU-Bürger jedes Jahr.

Große Teile dieses Plastikmülls landen in den Weltmeeren, dort schädigen sie die Ökosysteme und können letztlich über die Nahrungskette auch uns Menschen gefährlich werden.

Rund 80 Prozent des Mülls in den Weltmeeren bestehen nach Angaben der EU-Kommission aus Plastik – das Material zersetzt sich nur sehr langsam, kann als Mikroplastik zudem erhebliche langfristige Schäden verursachen und ist kaum mit technisch vernünftigem Aufwand aus dem Meerwasser zu filtern.

Allein in der EU entstehen der EU-Kommission zufolge jedes Jahr 26 Millionen Tonnen Plastikmüll, von denen weniger als 30 Prozent...[mehr]

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22.05.2018

S-Bahn-Anbindung Bergedorf – Rot-Grün will 5-Minuten-Takt ausweiten

Gute Nachrichten für die Bergedorfer: Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Hamburg soll noch attraktiver werden, besonders auf der Linie S21.

 

Neben dem geplanten massiven Ausbau von U- und S-Bahn setzen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen auch auf die kurzfristig umsetzbaren Taktverdichtungen bei bestehenden Linien.

Mit einem Antrag für die kommende Sitzung der Bürgerschaft soll außerdem eine Ausweitung des Fünf-Minuten-Taktes zwischen Bergedorf über den Hauptbahnhof nach Altona um jeweils eine Stunde morgens und abends auf den Weg gebracht werden.

Dazu Ole Thorben Buschhüter, Verkehrsexperte der SPD-Bürgerschaftsfraktion:

„Neben dem massiven Ausbau des ÖPNV mit neuen Strecken und vielen neuen Haltestellen wollen wir auch auf den bestehenden Linien das Angebot der Schnellbahnen kurzfristig ausweiten. Nachdem wir am vergangenen Mittwoch in der Bürgerschaft beschlossen haben, dass die Harburger S-Bahn künftig häufiger fahren soll, kümmern wir uns nun um die Strecke nach Bergedorf.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 soll die S-Bahn zwischen Bergedorf und der Innenstadt in den Hauptverkehrszeiten länger als bisher im 5-Minuten-Takt verkehren.

Ende...[mehr]

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14.05.2018

Der HSV steigt ab, aber »Liebe kennt keine Liga«

Nun ist es also doch geschehen:

Nach einer weiteren mehr als schlechten Bundesliga-Saison hat es der HSV nicht über den 17. Tabellenplatz hinaus geschafft, ist damit direkt in die 2. Bundesliga abgestiegen.

Dieser für den HSV erstmalige Abstieg mag eingefleischte Fans besonders aus zweierlei Gründen wurmen:

Zum einen war der Hamburger Sportverein das einzige Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga, das seit dem Ligastart am 8. Juli 1962 durchgehend über 55 Spielzeiten der obersten bundesdeutschen Spieklasse angehörte – bis eben zu jenem vergangenen Samstag, als trotz des 2:1-Sieges gegen Borussia Mönchengladbach der Abstieg besiegelt war, weil Köln gegen den zweiten Abstiegsaspiranten Wolfsburg verlor. Die Wolfsburger hingegen hatten sich damit in die Relegation gerettet.

Der zweite Grund, warum der Abstieg des HSV schmerzen mag, ist die seit einigen Wochen messbar ansteigende Formkuve der Mannschaft – genauer gesagt: der positive Stimmungswechsel und die wachsende Spielfreude seit dem Antritt von Christian Titz als Trainer.

Lewis Holtby brachte es in einem Interview vielleicht etwas übertrieben, aber im Kern treffend auf den Punkt: »Zum ersten Mal seit vier Jahren spielen wir...[mehr]

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30.04.2018

Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit – heraus zum Roten 1. Mai!

Dieses Jahr fällt der 1. Mai auf einen Dienstag, den meisten Arbeitnehmern beschert der internationale Tag der Arbeiterbewegung mit einem Brückentag somit auch ein willkommenes langes Wochenende.

Traditionell ruft in Hamburg aber auch der DGB zur Demonstration am 1. Mai auf, das plakatierte Motto der diesjährigen Maikundgebung lautet: »Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit«.

Im entsprechenden Mai-Aufruf verweisen die Gewerkschaften auf den Sinn und Zweck dieses Mottos; so habe die Große Koalition sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einiges vorgenommen. Aber das reiche nicht.

»Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Bundesregierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte«, betont der DGB seine Forderungen.

Die Gewerkschaften demonstrieren am 1. Mai gegen Niedriglöhne, Mini-und Midijobs, gegen  Überstunden und Überlastung im öffentlichen Dienst und für mehr Personal, für mehr Mitbestimmung der Beschäftigten bei ihrer Arbeitszeitplanung, für höhere Investitionen in...[mehr]

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23.04.2018

Andreas Nahles ist die neue Parteivorsitzende – und will die SPD erneuern

Jetzt ist es also amtlich: Am gestrigen Sonntag wählten die Delegierten auf dem außerordentlichen SPD-Bundesparteitag in Wiesbaden Andrea Nahles mit 66,3 Prozent der Stimmen zur ersten weiblichen Parteivorsitzenden.

Das Wahlergebnis ist nicht berauschend, Andrea Nahles selbst räumte ein, dass sich darin auch die Unzufriedenheit mancher Genossinnen und Genossen mit dem bisherigen Kurs der Parteiführung widerspiegele.

Gleichwohl sollte man nicht vergessen, dass als Gegenkandidatin auch die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange zur Wahl der Parteivorsitzenden antrat – sie holte rund 27,5 Prozent der Stimmen. Insofern ist das Wahlergebnis für Andreas Nahles eine eher realistische Darstellung der innerparteilichen Konflikte und Debatten und von daher zu verkraften – Mehrheit bleibt Mehrheit.

Was aber kann die Partei, können die Wähler für die Zukunft von der neuen Parteivorsitzenden erwarten? Auf dem Parteitag hielt Andrea Nahles eine bekannt leidenschaftliche und kämpferische Rede, skizzierte gegenüber den Delegierten ihre wesentlichen Ziele:

 – Die Erneuerung der Partei steht ganz oben auf dem Aufgabenzettel – die SPD muss sich sowohl organisatorisch als auch inhaltlich...[mehr]

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