Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

Kolumne von Dr. Christel Oldenburg

Auf den folgenden Seiten finden Sie meine wöchentliche Kolumne zu wechselnden Themen.

11.06.2018

HSH Nordbank vor dem Verkauf – teure Schlussrechnung

Am kommenden Mittwoch, 13. Juni, stimmt die Hamburgische Bürgerschaft über den Verkauf der HSH Nordbank an US-Finanzinvestoren ab. Im Vorwege hatten die Ausschüsse für Haushalt und Öffentliche Unternehmen mit breiter Mehrheit beschlossen, die Privatisierung der Bank zu empfehlen.

Wenn das Plenum der Bürgerschaft den Ende Februar abgschlossenen Verkaufsvertrag zur HSH Nordbank ratifiziert, wäre der Weg frei für eine Trennung der Hansestadt von der skandalgeplagten Bank.

Für eine Milliarde Euro wollen die US-Finanzinvestoren Cerberus und J.C. Flowers den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein sowie dem Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein rund 95 Prozent der Anteile an der HSH Nordbank abkaufen.

Der schleswig-holsteinische Landtag hat dem Verkaufsvertrag bereits Ende April zugestimmt. Schließlich müssten noch die Europäische Zentralbank und die EU-Kommission ihr Plazet zum Verkauf der HSH Nordbank geben – Hamburg und Schleswig-Holstein hatten das Institut 2009 mit einer Garantie von zehn Milliarden Euro und einer Kapitalerhöhung von drei Milliarden Euro vor dem Aus gerettet.

In den Jahren zuvor hatte die HSH Nordbank sich vor allem bei riskanten Schiffsfinanzierungen gewaltig...[mehr]

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04.06.2018

Kultur- und Freizeittipp: Sommerfest des Freundeskreises Sammlung de Weryha am 23. und 24. Juni

Heute möchte ich alle Kunstfreunde auf einen erfreulichen Termin hinweisen:

Der Freundeskreis Sammlung de Weryha e.V. lädt ein zum Sommerfest 2018 am Samstag, 23. Juni und Sonntag, 24. Juni 2018 im Atelier de Weryha, Reinbeker Redder 81 in 21031 Hamburg.

Ich werde bei dem Sommerfest ebenfalls zugegen sein und am Samstag die offizielle Begrüßung übernehmen; in der entspannten Atmosphäre bieten sich allerlei Gelegenheiten, ins Gespräch zu kommen.

Der Freundeskreis der Sammlung de Weryha hatte sich vor drei Jahren gegründet, um das Werk des Künstlers Jan de Weryha kunstinteressierten Menschen bekannter, es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ihm die größtmögliche Aufmerksamkeit zu verschaffen, die bestehende Sammlung de Weryha auszubauen und für die Zukunft zu bewahren. 

Konkret kann der Freundeskreis z.B. die Sammlung im Reinbeker Redder 81 regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich machen, Workshops, Führungen und Kunstaktionen insbesondere auch für junge Menschen durchführen und die Räume der Sammlung ausbauen und langfristig sichern.

Jan de Weryha ist 1950 in Gdansk/Danzig geboren und aufgewachsen. Nach dem...[mehr]

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28.05.2018

Strohhalme, Einweggeschirr, Ballonhalter – EU-Kommission will Plastikmüll eindämmen

Gerade jetzt an den warmen bis heißen Tagen nutzen viele Hamburger das schöne Wetter, um sich im Freien zu treffen, etwa in öffentlichen Parks mit Freunden zu grillen oder einfach ein Schwätzchen zu halten.

Der Wunsch nach Geselligkeit an der frischen Luft ist nachvollziehbar, die Kehrseite vieler begleitender Verhaltensweisen lässt sich jedoch auch nicht mehr ignorieren:

Wir produzieren Unmengen von Plastikmüll.

Das fängt an beim Einweg-Geschirr für die Grillparty und endet noch lange nicht bei den Strohhalmen – geschätzt 36, 4 Milliarden Strohhalme verbrauchen die EU-Bürger jedes Jahr.

Große Teile dieses Plastikmülls landen in den Weltmeeren, dort schädigen sie die Ökosysteme und können letztlich über die Nahrungskette auch uns Menschen gefährlich werden.

Rund 80 Prozent des Mülls in den Weltmeeren bestehen nach Angaben der EU-Kommission aus Plastik – das Material zersetzt sich nur sehr langsam, kann als Mikroplastik zudem erhebliche langfristige Schäden verursachen und ist kaum mit technisch vernünftigem Aufwand aus dem Meerwasser zu filtern.

Allein in der EU entstehen der EU-Kommission zufolge jedes Jahr 26 Millionen Tonnen Plastikmüll, von denen weniger als 30 Prozent...[mehr]

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22.05.2018

S-Bahn-Anbindung Bergedorf – Rot-Grün will 5-Minuten-Takt ausweiten

Gute Nachrichten für die Bergedorfer: Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Hamburg soll noch attraktiver werden, besonders auf der Linie S21.

 

Neben dem geplanten massiven Ausbau von U- und S-Bahn setzen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen auch auf die kurzfristig umsetzbaren Taktverdichtungen bei bestehenden Linien.

Mit einem Antrag für die kommende Sitzung der Bürgerschaft soll außerdem eine Ausweitung des Fünf-Minuten-Taktes zwischen Bergedorf über den Hauptbahnhof nach Altona um jeweils eine Stunde morgens und abends auf den Weg gebracht werden.

Dazu Ole Thorben Buschhüter, Verkehrsexperte der SPD-Bürgerschaftsfraktion:

„Neben dem massiven Ausbau des ÖPNV mit neuen Strecken und vielen neuen Haltestellen wollen wir auch auf den bestehenden Linien das Angebot der Schnellbahnen kurzfristig ausweiten. Nachdem wir am vergangenen Mittwoch in der Bürgerschaft beschlossen haben, dass die Harburger S-Bahn künftig häufiger fahren soll, kümmern wir uns nun um die Strecke nach Bergedorf.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 soll die S-Bahn zwischen Bergedorf und der Innenstadt in den Hauptverkehrszeiten länger als bisher im 5-Minuten-Takt verkehren.

Ende...[mehr]

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14.05.2018

Der HSV steigt ab, aber »Liebe kennt keine Liga«

Nun ist es also doch geschehen:

Nach einer weiteren mehr als schlechten Bundesliga-Saison hat es der HSV nicht über den 17. Tabellenplatz hinaus geschafft, ist damit direkt in die 2. Bundesliga abgestiegen.

Dieser für den HSV erstmalige Abstieg mag eingefleischte Fans besonders aus zweierlei Gründen wurmen:

Zum einen war der Hamburger Sportverein das einzige Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga, das seit dem Ligastart am 8. Juli 1962 durchgehend über 55 Spielzeiten der obersten bundesdeutschen Spieklasse angehörte – bis eben zu jenem vergangenen Samstag, als trotz des 2:1-Sieges gegen Borussia Mönchengladbach der Abstieg besiegelt war, weil Köln gegen den zweiten Abstiegsaspiranten Wolfsburg verlor. Die Wolfsburger hingegen hatten sich damit in die Relegation gerettet.

Der zweite Grund, warum der Abstieg des HSV schmerzen mag, ist die seit einigen Wochen messbar ansteigende Formkuve der Mannschaft – genauer gesagt: der positive Stimmungswechsel und die wachsende Spielfreude seit dem Antritt von Christian Titz als Trainer.

Lewis Holtby brachte es in einem Interview vielleicht etwas übertrieben, aber im Kern treffend auf den Punkt: »Zum ersten Mal seit vier Jahren spielen wir...[mehr]

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