Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

Kolumne von Dr. Christel Oldenburg

Auf den folgenden Seiten finden Sie meine wöchentliche Kolumne zu wechselnden Themen.

29.04.2019

Vor den Bezirksversammlungs- und Europawahlen: Bunte Meile in Bergedorf am 11. Mai

Am 26. Mai sind die Hamburger zu den Bezirksversammlungswahlen und zur Europawahl aufgerufen – aus diesem Grunde lädt die SPD-Bergedorf herzlich ein zu einer Bunten Meile am Samstag, 11. Mai 2019 von 11 bis 14 Uhr auf dem Johann-Adolf-Hasse-Platz vor der Kirche St. Petri und Pauli.

Mit einem Mix aus Unterhaltung, Klönschnack, politischer Information und geselligem Miteinander wollen wir Sozialdemokraten auf die Bedeutung der Wahlen hinweisen und natürlich auch für unsere Positionen werben.

Die Bunte Meile werden unser Kreisvorsitzender und Schulsenator Ties Rabe sowie ich als Moderatoren begleiten, in mehreren Talkrunden möchten wir über aktuelle politische Themen informieren.

Auf der Bühne der Bunten Meile unterhalten zwischendurch Hendrik Schwolow und seine Retro-Combo die Besucher mit musikalischen Einlagen; im Rahmenprogramm für die ganze Familie sorgen ein Schminkstand, eine Hüpfburg und ein Glücksrad für Kurzweil. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, u. a. mit Kaffee und Kuchen, Grillgut und Getränken.

Der ungefähre zeitliche Ablauf der Bunten Meile sieht wie folgt aus:

- ab 11.00 Uhr: Musik
- 11.15  Uhr : Begrüßung durch Ties Rabe und mich,
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23.04.2019

Europa. Jetzt aber richtig! – Auf die Straße am 1. Mai!

Dieses Jahr steht der 1. Mai (auch) im Zeichen der Europa- und Bezirksversammlungswahlen in Hamburg am 26. Mai –  traditionell ruft in Hamburg der DGB zur Demonstration am 1. Mai auf, das plakatierte Motto der diesjährigen Maikundgebung in Bergedorf etwa lautet: »Europa – Jetzt aber richtig! Demokratisch. Sozial. Gerecht.«.

Im entsprechenden Mai-Aufruf verweisen die Gewerkschaften einerseits auf den klassischen Forderungskatalog der lohnabhängig Beschäftigten und appellieren an die Solidarität der Arbeitnehmer:

»Egal, wo und wie Du arbeitest – wir haben die gleichen Ziele: Wir wollen anständige Arbeitszeiten, gerechte Bezahlung und sichere Arbeitsbedingungen. Wir wollen die technische Entwicklung in unserem Sinne nutzen und unseren Kindern eine lebenswerte Welt übergeben. Wir unterstützen uns in unseren  Kämpfen für eine bessere Arbeitswelt. Hamburg soll eine Stadt der Guten Arbeit sein – das machen wir am 1. Mai deutlich.«

Zugleich will der DGB vor den Europa- und Bezirksversammlungswahlen auch ein Zeichen setzen »für eine tolerante Gesellschaft und gegen Rechtspopulismus. Der Rechtsruck ist eine große Gefahr für die Demokratie.«

Die zentrale Maidemonstration des DGB in der...[mehr]

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15.04.2019

Den Volkskrankheiten auf der Spur – die Hamburger Gesundheitsstudie HCHS

Eher weitgehend unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit läuft seit 2015 in Hamburg die weltweit größte lokale Gesundheitsstudie HCHS (Hamburg City Health Study), um den Ursachen der großen Volkskrankheiten auf die Spur zu kommen.

Da auch ich seit Februar an dieser Studie teilnehme und von dem enormen Aufwand sehr beeindruckt bin, möchte ich die Hamburger Gesundheitsstudie in ihren Grundzügen kurz vorstellen:

– Die Hamburg City Health Study des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ist die größte lokale Gesundheitsstudie der Welt. Anhand intensiver Langzeituntersuchungen will sie das komplexe Netzwerk von Einflussfaktoren auf Krankheit und Gesundheit entschlu?sseln. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen in Zukunft eine fru?here, bessere und individualisiertere Behandlung der großen Volksleiden.

– Fast 30 Kliniken und Institute des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) arbeiten interdisziplinär zusammen – eine Besonderheit, denn ein derart großes gemeinschaftliches Zusammenwirken von unterschiedlichen medizinischen  Fachrichtungen ist international einzigartig.

– Gemeinsam bringen die Klinken den notwendigen Etat – und natürlich die fachliche Expertise – auf,...[mehr]

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08.04.2019

Kommunale Wohnungsbauunternehmen als Alternative – das Beispiel SAGA

Zur Zeit erhitzt die Debatte um die Wohnungsknappheit und exorbitant steigende Mieten vor allem in den Großstädten die Gemüter – in Berlin etwa forderten Demonstranten sogar die Enteignung großer privatwirtschaftlicher Wohnungsbauunternehmen.

In Hamburg stellt sich die Situation erfreulicherweise etwas differenzierter dar; die SAGA als Wohnungsbauunternehmen befindet sich nicht nur zu 100 Prozent in städtischer Hand, sondern ist auch der größte Vermieter der Stadt und das größte kommunale Wohnungsunternehmen Deutschlands.

Anders als bei privatwirtschaftlichen Vermietern gehört es zum Unternehmenszweck und –ziel der SAGA als städtischem Wohnungsbaukonzern, auch für den sozialen Ausgleich in den Wohnquartieren zu sorgen und in erster Linie bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Dabei legt das Unternehmen einen besonderen Fokus auf die sozial verträgliche Wohnraumversorgung für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Im Jahre 2017 verfügte die SAGA über ca. 133.000 Mietwohnungen, davon waren rund 30.000 Wohnungen öffentlich gefördert, die anderen frei finanziert, teils mit Preisbindung. Zudem vermietet die SAGA rund 1.500 Gewerbeobjekte.

Ein dezentral organisiertes Geschäftsstellennetz und...[mehr]

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01.04.2019

Die »Widerspruchslösung«: Opt-out statt Opt-in bei der Organspende

Heute stellte auf der Bundespressekonferenz in Berlin eine Gruppe Abgeordneter von Union, SPD und Linken um den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die sogenannte »Widerspruchslösung« als Gesetzentwurf zum künftigen Umgang mit Organspenden vor – damit wollen die Initiatoren das Missverhältnis zwischen dem Bedarf an Spenderorganen und der tatsächlichen Anzahl potentieller Spender abmildern.

Seit einiger Zeit scheiden sich an der Frage über die Organspender-Gesetzgebung die Geister: Bisher gilt nur als Organspender, wer sich ausdrücklich dazu bereit erklärt ­und diese Bereitschaft dokumentiert hat, etwa durch einen Organspenderausweis.

Angesichts Tausender Schwerkranker, die auf ein lebensrettendes Spenderorgan warten, sind  jedoch viel zu wenige Bürger zu Organspende bereit. Deshalb sieht der Gesetzentwurf die Umkehrung des Verfahrens vor – grundsätzlich wäre demnach jeder Bundesbürger erst einmal Organspender; wer nicht spenden möchte, müsse diese Entscheidung explizit bekunden.

Jeder könne plötzlich auf ein Spenderorgan angewiesen sein, erklärte etwa der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, der den Gesetzentwurf zusammen mit Jens Spahn, Dr. Georg Nüßlein (CDU) und Petra Sitte (Die...[mehr]

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