Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

06.04.2020 15:32 Kategorie: Kolumne

Corona und die Folgen: Unterstützung für Kulturschaffende


Grafik ist lizenzfrei

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Zu den besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Berufsgruppen gehören all jene Kulturschaffenden, die direkt oder indirekt auf die öffentliche Resonanz, auf das Publikum angewiesen sind:

Schauspieler etwa, Sänger, Musiker, Kabarettisten, Straßenkünstler, Kursleiter, Stadtführer, aber auch all jene mit dem Kulturbetrieb technisch, logistisch und organisatorisch verbundenen Dienstleister wie Caterer, Beleuchter, Aufsichten, Bühnentechniker oder Kassenkräfte – sie alle leiden unter den Einschränkungen, die mit der Eindämmung der Corona-Pandemie verbunden sind, zum Teil fallen ihre Einkünfte komplett aus.

Aus diesem Grunde haben der Bund und die Länder verschiedene Hilfspakete für Kulturschaffende geschnürt, um die schlimmsten Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen abzumildern. Die Pakete sind zum Teil sehr umfangreich, deshalb sei hier nur auf einige wesentliche Anlauf- und Informationsstellen verwiesen, bei denen betroffene und hilfesuchende Kulturschaffende erste Unterstützung erfahren können:

Hilfen des Bundes

Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes ist Teil der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung – auf der Website https://kreativ-bund.de/corona liefert das Kompetenzzentrum einen umfangreichen Überblick zu den Angeboten zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen von COVID-19.

Zu den konkreten Angeboten gehören etwa (in Stichworten)

Hilfspaket für Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen – Aussetzung und Herabsetzung von Steuerzahlungen – Zahlung von Beiträgen zur Sozialversicherung – Zahlung von Beiträgen an die Künstlersozialkasse –Kurzarbeitergeld – Liquiditätshilfen – Bürgschaften – Steuerstundungen – Ausfallhonorare – Entschädigung bei Verdienstausfall durch Quarantäne – Soforthilfen – Fördermittel für laufende Projekte – Betriebsmittelzuschüsse – Persönliche Lebensverhältnisse – Notfall-KiZ – Erhöhung der Schutzmechanismen

Hilfen der Freien und Hansestadt Hamburg

Auch die Stadt Hamburg hat einen »Schutzschirm« aufgespannt – sehr umfangreich informiert der Dachverband für lokale Kultur und kulturelle Bildung, »Stadtkultur Hamburg« auf seiner Website über die Hilfsangebote und aktuelle Entwicklungen zur Corona-Pandemie: https://www.stadtkultur-hh.de/corona-virus/

Zu den finanziellen Hilfen für die Kultur in Hamburg hat der Dachverband eine umfangreiche Liste erstellt, die laufend aktualisiert wird (in Stichworten):

Bürgschaften und Landesbürgschaften – Corona-Erlass für die Steuerverwaltung – Corona-Grundsicherung für Selbstständige (Einzelunternehmer und Freiberufler) – Finanzierungssicherheit für Zuwendungsempfänger – Gebührenrechtliche Hilfen für Gewerbetreibende der Finanzbehörde – GEMA-Sofortmaßnahmen – Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) – Hamburg-Kredit Wachstum (bei Vermietung von Gewerbeimmobilien) – Hamburg-Kredit Liquidität (HKL) – Hamburger Stiftungs-Hilfsfonds: Unterstützung für freie Künstler/innen in Hamburg – Hilfspaket Kultur der Behörde für Kultur und Medien – IFB-Förderkredit Kultur (Modul Corona) – KfW-Corona-Hilfe – Krankenkassen: Stundung der Sozialversicherungsbeiträge – Künstlersozialkasse: Maßnahmen für abgabepflichtige Unternehmen – Kurzarbeitergeld – Lockerung der Insolvenzordnung – Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung – Nothilfefonds der Behörde für Kultur und Medien – Vorgehen bei geringfügig Beschäftigten – Zinslose Stundung für Mieter städtischer Immobilien

Es gibt also zahlreiche Hilfs- und Unterstützungsangebote, die jeweiligen Behörden bieten oft auch telefonische Beratungen an. Auch ich stelle gerne meinen Kenntnisse und Kontakte zur Verfügung – wer als Kulturschaffender Hilfe benötigt, kann sich gerne an mich wenden – am besten per E-Mail unter oldenburg.mdhbt-online.de

  oldenburg.mdhbt-online.de .

Christel Oldenburg