Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

19.03.2018 16:59 Kategorie: Kolumne

Peter Tschentscher soll Hamburgs neuer Erster Bürgermeister werden


Foto: Senatskanzlei Hamburg / Bina Engel

Nachdem am letzten Mittwoch Olaf Scholz zum Bundesfinanzminister in der Großen Koalition ernannt wurde, braucht Hamburg einen neuen Ersten Bürgermeister – ziemlich genau sieben Jahre lang, vom 7. März 2011 bis zum 13. März 2018, übte Olaf Scholz dieses Amt aus und erwarb sich dabei die Anerkennung und den Respekt vieler Hamburger.

Seine Nachfolge wird aller Voraussicht nach der bisherige Hamburgische Finanzsenator Peter Tschentscher antreten; der auch als potentieller Bürgermeister-Kandidat gehandelte SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Dressel erteilte entsprechenden Ansinnen aus familiären Gründen eine Absage, ebenso Sozialsenatorin Melanie Leonhard.  

Am heutigen Montag kommt um 20 Uhr der SPD-Fraktionsvorstand zusammen, um über die Bürgermeister-Nachfolge zu beraten, am Mittwoch wird sich die gesamte SPD-Fraktion mit dem Thema beschäftigen.

Am 24. März berät und beschließt ein SPD-Landesparteitag über die Bürgermeister-Nachfolge, bevor aller Voraussicht nach am 28. März die Bürgerschaft Peter Tschentscher als neuen Ersten Bürgermeister bestätigen wird.

Peter Tschentscher kann auf eine erfolgreiche berufliche und politische Vita zurückblicken:

Der 52-jährige gebürtige Bremer studierte nach dem Abitur und Zivildienst von 1987 bis 1994 Humanmedizin nebst einem Aufbaustudium Molekularbiologie in Hamburg, promovierte ein Jahr nach dem Staatsexamen und habilitierte sich schließlich 2008 an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. Bis 2011 war er tätig als Oberarzt im Diagnostikzentrum des UKE.

Peter Tschentscher ist verheiratet und hat einen Sohn.

In die SPD trat Peter Tschentscher 1989 ein (Distrikt Mühlenkamp), seit 2007 ist er Vorsitzender des SPD-Kreises Hamburg-Nord und Mitglied des Landesvorstandes der SPD Hamburg.

Von 1991 bis 2008 wirkte er als Mitglied der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, 1999 bis 2008 als Vorsitzender der SPD-Bezirksfraktion; von 2008 bis 2011 gehörte er der Hamburgischen Bürgerschaft an, profilierte sich dort u.a. als stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Am 23. März 2011 schließlich erfolgte seine Berufung zum Senator und Präses der Finanzbehörde, in dieser Funktion nimmt Peter Tschentscher bis heute maßgeblichen Einfluss auf das politische Geschehen in der Hansestadt.

Als neuer Erster Bürgermeister könnte Peter Tschentscher mit diversen Qualitäten punkten, die er schon mehrfach unter Beweis gestellt hat:

Er gilt als grundsolider Typ, der nicht nur lernfähig ist, sondern auch auf andere Menschen zugehen kann – diese Kommunikationsfähigkeit kommt dem obersten Repräsentanten der Freien und Hansestadt Hamburg aufgrund seiner Aufgaben natürlich besonders zugute.

Ich wünsche Peter Tschentscher als neuem Ersten Bürgermeister mindestens so viel Erfolg wie in seiner bisherigen politischen Laufbahn.

 

 

Christel Oldenburg