Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

30.04.2018 13:31 Kategorie: Kolumne

Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit – heraus zum Roten 1. Mai!


© DGB

Dieses Jahr fällt der 1. Mai auf einen Dienstag, den meisten Arbeitnehmern beschert der internationale Tag der Arbeiterbewegung mit einem Brückentag somit auch ein willkommenes langes Wochenende.

Traditionell ruft in Hamburg aber auch der DGB zur Demonstration am 1. Mai auf, das plakatierte Motto der diesjährigen Maikundgebung lautet: »Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit«.

Im entsprechenden Mai-Aufruf verweisen die Gewerkschaften auf den Sinn und Zweck dieses Mottos; so habe die Große Koalition sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einiges vorgenommen. Aber das reiche nicht.

»Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Bundesregierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte«, betont der DGB seine Forderungen.

Die Gewerkschaften demonstrieren am 1. Mai gegen Niedriglöhne, Mini-und Midijobs, gegen  Überstunden und Überlastung im öffentlichen Dienst und für mehr Personal, für mehr Mitbestimmung der Beschäftigten bei ihrer Arbeitszeitplanung, für höhere Investitionen in bessere Bildung und Infrastruktur, für die gleiche Bezahlung von Frauen, für ein gerechtes Steuersystem und für ein soziales und solidarisches Europa.

Die zentrale Maikundgebung des DGB in der Hamburger Innenstadt beginnt am S-Bahnhof Ohlsdorf, von dort startet um 11 Uhr der Demonstrationszug über die Fuhlsbüttler Straße bis zum Museum der Arbeit.

Ich persönlich werde in guter Tradition an der Mai-Demonstration in meinem Bezirk Bergedorf teilnehmen, das Motto hier lautet: »Für gute Arbeit, gute Bildung und ein soziales Bergedorf«.

Los geht es um zehn Uhr am Lohbrügger Marktplatz, der Umzug endet gegen 11 Uhr bei der Kundgebung im Rathauspark. Dort treten als Redner auf: Ulf von Krenski (stv. Leiter Bezirksamt Bergedorf), Ernst Heilmann (Vorsitzender DGB-Ortskartell Bergedorf) und Fabio de Masi, MdB/ Die Linke.

Nach den politischen Grußworten wird es reichlich Gelegenheiten geben, bei Grillwürstchen, Musik und Bier mit dem Nachbarn ins Gespräch zu kommen. Den musikalischen Part übernehmen die »Sambawelle« und »Rock die Straße«, für Gesprächsstoff informieren diverse Stände von Vereinen und Initiativen, etwa der Flüchtlingsinitiative »Fluchtpunkt Bergedorf«.

Anschließend veranstalten Anwohner aus Bergedorf-Süd ihr Stadtfest Am Brink, auch ich werde dabei sein.

Vielleicht sehen wir uns ja – am 1. Mai, dem internationalen Tag der Arbeiterbewegung.

Alle weiteren Infos zu den 1. Mai-Kundgebungen finden sich hier: http://hamburg.dgb.de/termine/++co++4d175736-1d4d-11e8-b29d-52540088cada

Die nächste Ausgabe erscheint wegen der Ferien am 14. Mai.

 

Christel Oldenburg