Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

22.05.2018 16:07 Kategorie: Kolumne

S-Bahn-Anbindung Bergedorf – Rot-Grün will 5-Minuten-Takt ausweiten


Foto Deutsche Bahn-Egbert Meyer-Lovis

Gute Nachrichten für die Bergedorfer: Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Hamburg soll noch attraktiver werden, besonders auf der Linie S21.

 

Neben dem geplanten massiven Ausbau von U- und S-Bahn setzen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen auch auf die kurzfristig umsetzbaren Taktverdichtungen bei bestehenden Linien.

Mit einem Antrag für die kommende Sitzung der Bürgerschaft soll außerdem eine Ausweitung des Fünf-Minuten-Taktes zwischen Bergedorf über den Hauptbahnhof nach Altona um jeweils eine Stunde morgens und abends auf den Weg gebracht werden.

Dazu Ole Thorben Buschhüter, Verkehrsexperte der SPD-Bürgerschaftsfraktion:

„Neben dem massiven Ausbau des ÖPNV mit neuen Strecken und vielen neuen Haltestellen wollen wir auch auf den bestehenden Linien das Angebot der Schnellbahnen kurzfristig ausweiten. Nachdem wir am vergangenen Mittwoch in der Bürgerschaft beschlossen haben, dass die Harburger S-Bahn künftig häufiger fahren soll, kümmern wir uns nun um die Strecke nach Bergedorf.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 soll die S-Bahn zwischen Bergedorf und der Innenstadt in den Hauptverkehrszeiten länger als bisher im 5-Minuten-Takt verkehren.

Ende des Jahres werden außerdem 60 neue S-Bahn-Fahrzeuge der Baureihe 490 an den Start gehen – sie ersetzen 52 Altfahrzeuge der Baureihe 472 aus den 1970er und 1980er Jahren.

Von den neuen Zügen wird vor allem die Bergedorfer S-Bahn profitieren, denn sie werden insbesondere auf der Linie S21 eingesetzt. Mit den zusätzlichen Fahrzeugen wird es außerdem möglich sein, dass alle Fahrten der Linie S2 mit sechs statt derzeit teilweise nur drei Wagen verkehren. Die Verbindung nach Bergedorf wird damit komfortabler und auch leistungsstärker.

Damit tragen wir auch den im Bezirk geplanten neuen Wohnquartieren Rechnung – denn eine wachsende Stadt braucht eine mitwachsende Infrastruktur.“

Ein weiteres Problem, das ich selbst als häufige S-Bahn-Nutzerin erlebe, sind Störungen im Betriebsablauf.

Die oberirdisch fahrende S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Bergedorf bzw. Aumühle etwa ist anfälliger für Störungen, z. B. durch extreme Wetterlagen oder auf Gleisen unbefugt umherlaufenden Personen.

Ein großer Teil der Ausfälle hat auch mit veralteter Technik zu tun. Deshalb ist es dringend nötig, die Infrastruktur der Hamburger S-Bahn zu modernisieren.

Mit dem Bau eines zusätzlichen Weichentrapezes zwischen Bergedorf und Nettelnburg könnte z.B. im Fall von Bauarbeiten oder Betriebsstörungen über ein Gleis gefahren und so ein Totalstopp verhindert werden.

Insgesamt aber befindet sich Hamburg auf dem richtigen Weg, die Modernisierung des S-Bahnnetzes voranzubringen.

 

Christel Oldenburg