Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

10.04.2017 16:29 Kategorie: Kolumne

»Wohnen muss bezahlbar sein« – Auftaktveranstaltung am 3. Mai


Wohnen ist eines der zentralen Themen, das die Menschen in Hamburg bewegt. Trotz unserer enormen Anstrengungen ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Gleichzeitig stößt aber auch Wohnungsneubau bei Anwohnerinnen und Anwohnern teilweise auf Widerstand. In diesem Spannungsfeld steht das Thema Wohnen in Hamburg. 

Mit einer neuen Kampagne »Wohnen muss bezahlbar sein« wollen die Abgeordneten der SPD-Bürgerschaftsfraktion erklären, warum es wichtig ist, neuen Wohnraum zu schaffen. Wir wollen aufzeigen, dass unsere Wohnungsbaupolitik erfolgreich ist, wie wir uns für Mieterinnen und Mieter sowie gegen Verdrängung und Wohnungsleerstand einsetzen.

An eine Auftaktveranstaltung im Hamburger Rathaus sollen sich dezentrale Termine anschließen, die den Dialog vor Ort – auch über kontroverse Bauvorhaben – intensivieren können.  Auch ich werde gerne eine Veranstaltung zum Thema »Wohnen« organisieren, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Zur Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 3. Mai im Hamburger Rathaus begrüßt der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Andreas Dressel unseren Ersten Bürgermeister Olaf Scholz als Redner und kompetente Gäste zum Podiumsgespräch:

 

–       Prof. Dr. Ingrid Breckner, HCU Hamburg - Stadt- und Regionalsoziologie 

–       Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen 

–       Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer

–       Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen   

Die Moderation des Podiumsgespräches übernimmt Dirk Kienscherf, Fachsprecher Stadtentwicklung der SPD-Bürgerschaftsfraktion.

Eine Bürgerumfrage der Uni Hamburg im vergangenen Jahr zeigt, dass das Thema Wohnraum für die Hamburgerinnen und Hamburger in der Liste der Probleme der Stadt einen hohen Stellenwert hat, es steht an dritter Stelle. Darauf hat der Senat bereits im Jahre 2011 reagiert und sein ehrgeiziges Wohnungsbauprogramm aufgelegt – die Zahlen können sich sehen lassen:

In den Jahren 2011 bis einschließlich 2015 wurden Genehmigungen für über 46.300 Wohnungen von den Bezirken erteilt. Außerdem wurden Förderzusagen für über 8.600 geförderte Mietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen ausgesprochen. Seit 2013 wurden jährlich mehr als 6.000 Wohnungen fertiggestellt, im Jahr 2015 zuletzt 8.521 Wohnungen, der höchste Wert seit 1996 und 5.000 mehr als im Jahr 2010. Seit 2014 wurden davon jährlich über 2.000 Mietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen fertiggestellt.

Auch in Bergedorf wird in den nächsten Jahren kräftig gebaut – im sogenannten Stuhlrohrquartier sollen ab 2019 für rund 430 Millionen Euro rund 1.000 neue Wohnungen entstehen. Geplant sind Miet-, Sozial- und Eigentumswohnungen – in etwa der gleichen Anzahl. Über dieses Projekt und andere Fragen der Wohnungsbaupolitik werde ich mich in nächster Zeit gerne mit den Bürgerinnen und Bürgern unterhalten – bezahlbares Wohnen geht uns schließlich alle an.

Christel Oldenburg