Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

12.08.2019 17:55 Kategorie: Kolumne

Nach der Sommerpause: Auftakt zur zweiten parlamentarischen Jahreshälfte


Die Sommerzeit brachte uns nicht nur ruhigere und erholsame Tage, sondern führte uns auch drastisch die ersten Folgen des Klimawandels vor Augen: Die Rekordhitze mit Spitzentemperaturen von über 42 Grad im Emsland war ein deutlicher Indikator für die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung.

Aus einer etwas anderen Perspektive konnte ich im Juli die Konsequenzen des Klimawandels erleben: Bei einer Expeditionsfahrt in die Arktis informierten die beteiligten Wissenschaftler an Bord die Passagiere mittels fundierter Vorträge umfangreich über die bereits festgestellten und weiterhin absehbaren Veränderungen im Ökosystem der Arktis – so erfolgt  der Temperaturanstieg in den Sommermonaten mittlerweile doppelt so schnell wie in den Jahrzehnten zuvor.

Natürlich faszinierte mich bei den Expeditonsausflügen zu Land und zu Wasser auch die rauhe und oft noch unberührt wirkende Schönheit der Arktis – gleichzeitig führte diese Reise mir vor Augen, dass wir Menschen dabei sind, unsere eigenen Lebensgrundlagen bedrohlich aufs Spiel zu setzen, wenn wir unser Verhalten nicht drastisch und zügig ändern.      

Insofern war die parlamentarische Sommerpause für mich doppelt wertvoll:

Zum einen bot sie Erholung durch den etwas ruhigeren Gang der Dinge, zum anderen konnte ich mit Abstand (im direkten und im übertragenen Sinne) auf unser (auch mein) Handeln blicken und die hoffentlich richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen.

Nun aber ist die sitzungsfreie Zeit in der Hamburgischen Bürgerschaft beendet, diese Woche nehmen die parlamentarischen Gremien wieder ihren Betrieb auf: die SPD-Fraktion trifft sich erstmals nach der Sommerpause, am Mittwoch kommt die Bürgerschaft zu ihrer ersten Sitzung zusammen.

Zum neuen Wohngebiet Oberbillwerder diskutiert der Stadtentwicklungssausschuss am Donnerstag den vorgelegten Masterplan des Senates – zur Erinnerung:

Am 26. Februar 2019 hat der Hamburger Senat den Masterplan Oberbillwerder beschlossen. Auf 124 ha sollen rund 7000 Wohneinheiten entstehen – dazu bis zu 5.000 Arbeitsplätze, ein Bildungs- und Begegnungszentrum, zwei Grundschulen, bis zu 14 Kitas und noch einmal so viele soziale Einrichtungen.

Elf Mobility Hubs (eine Kombination aus Quartiersgaragen und Quartierszentren mit Einzelhandel, Dienstleistungen oder kulturellen bzw. sozialen Angeboten), rund 28 Hektar öffentliche Grün- und Freiflächen mit zahlreichen Spielplätzen sowie ein großer Aktivitätspark und ein Schwimmbad – das ist der neue Stadtteil Oberbillwerder auf einen Blick.

Nach der Urlaubszeit hat der Alltag uns also wieder – machen wir das Beste draus!

 

Christel Oldenburg